1995, das erste Jahr
Das Foto rechts ist vom großen Aussichtsfels aus aufgenommen. Der ist auf dem Fincaplan rechts neben dem oberen Wasserhaus, die Anhöhe 192,8. Auf dem Hügel rechts steht heute das Bungalow. Daran dachte ich Anfang Dezember 1994 nicht, als ich auf dem Grundstück, für das ich eine Kaufoption hatte, nach Wasser bohren ließ. Als dann das Wasser tatsächlich floß, fand am 23. Dezember 1994 der notarielle Kauf statt, fortan der Geburtstag der Finca AquariOasis.
Es werden im Laufe dieses Berichts noch ettliche Fotos folgen, die genau vom selben Punkt aus in die selbe Richung aufgenommen sind. Eines davon ist das erste Foto des Jahres 1996.
So sah es 1994 bei unserer Ankunft aus
Hier links der Hügel, auf dem heute das Ferienhaus steht. Im Hintergrund links der Fels von Rosas.

Das ganze Land war mit dichtem Buschwerk bewachsen. Vieles war stachelig, das meiste undurchdringlich, fast alles über 2 Meter hoch. Seitdem 1986 bei einem Waldbrand fast alle Oliven und Korkeichen niedergebrannt waren, war die Finca sozusagen außer Betrieb.

Mit einer Motorsense trieben wir die ersten Pfade in das Dickicht. Bald wurde klar, daß zur ersten Kultivierungsstufe schwereres Gerät nötig war.
165 Meter fraß sich der Bohrer durch den Granit Jetzt liefert der Brunnen 3000 Liter stündlich
In dem Käfig hinten am Schlepper kreisen scharfe Eisengewichte an fingerdicken Ketten und zertrümmern alle Biomasse bis hin zu kleinen Bäumen. So ließ ich einen Nachbarn ab Januar 1995 erstmal einige Flächen freimachen, da der eigene Traktor noch in weiter Zukunft lag. Der Mann war mehrere Monate damit zugange.

Das Vorher und Nachher wird auch auf den folgenden Aufnahmen deutlich. Das Panoramafoto unten zeigt den Aussichtsfelsen vor dem "Mähen". Der rote Punkt ist der Anorak von Pit, als Größenvergleich.
Rechts nochmal der Aussichtsfelsen mit der Terrasse davor, auf der jetzt das Wohnhaus steht, diesmal nach dem Durchgang des "Schlegels".

Die beiden zusammengesetzten Fotos unten sind wiederum vom Aussichtsfelsen aufgenommen. Hier ist der Vorher-Nachher-Effekt zu den ersten beiden Fotos auf dieser Seite zu beachten. Mit scharfem Auge kann man rechts Bea mit Schubkarren sehen.

Im Januar 1995 kaufte ich den ersten Wohnwagen, den mein alter Freund Knut bezog. Er blieb bis Ende 1996 auf der Finca.

Im März kam mein Jugendfreund Pit mit seinem Wohnwagen und blieb bis zum Ende des Jahres.
Im Hintergrund der Platz von Knut, vorne Pits Ecke.

Bea und ich schliefen die ersten Nächte im Zelt.
Täglich verbrannten wir Gestrüpp, das für den Häcksler nicht geeignet war.

Zu Ostern 1995 kaufte ich einen zweiten Wohnwagen, weil ich mit Jonas in den Ferien kommen wollte. Er wechselte erst zum 1. Januar1996 hierher in die Dorfschule von Capmany. Der Wohnwagen steht noch heute an derselben Stelle. Ein zeitgenössisches Foto ist unter Caravan (Auswahl links) zu sehen. Wir bewohnten ihn bis zu Fertigstellung des Wohnhauses im Herbst 1996.

Er war zwar erst 13, aber auf dem Gelände durfte er schon rumheizen. ;-)

Auch mit den Hunden spielte es sich gut.
Abtrocknen, na ja.
Kartoffeln giesen mit Pit war auch okay.

Wo bringt man nur alles unter?

Wir bauen erst mal zwei Blechhütten.
Eine bei uns,
die Jonas gleich mal in Besitz nimmt,
und eine bei Knut.
Blick über das erste "Gebäude" ;-)
Unser Anwesen im April 1995
Knut baut mit Pits Hilfe
den Rohbau des unteren Wasserhauses.
Pit hat zu Ostern 1995 Freunde aus dem Schwabenland eingeladen
Ein Blick mit dem Tele hinunter zum"Paradis Perdut" unseres damals einzigen Nachbarn Jaume
Bea, Knut und Pit blieben hier, ich fuhr mit Jonas nach Deutschland, er mußte ja wieder zur Schule, und ich kam zu Pfingsten wieder.

Inzwischen hatte Josep aus Sant Climent, der schon das Dickicht monatelang niedergekämpft hatte, die große Fläche von dem Aussichtsfelsen gepflügt. Siehe die beiden Fotos unten, die nicht ganz zusammengefügt werden können, trotzdem einen ganz guten Eindruck von der Fläche gestatten.

Luftaufnahme AquariOasis Frühjahr 1995
 1  Oberes Wasserhaus
 2   Unser Wohnwagen
 3   Aussichtsfels
 4   später Wohnhaus
 5   später Ferienhaus
 6   Wohnwagen Knut
 7   Wohnwagen Pit
 8   Unteres Wasserhaus
 9   Einfahrt

Die Bereiche Wohnhaus / Ferienhaus und hinter dem oberen Wasserhaus sind noch im Urzustand. Die Terrassen oberhalb der Einfahrt und unser Garten sind gepflügt.
Von links nach rechts: Knut, Pit und ich
Im Mai 1995 beginnen wir mit dem Bau des oberen Wasserhauses. Dazu müssen wir erst einen Natursteinsockel von ca 1,8m Höhe mauern, der ziemlich häßlich ausfällt, weil selbst die dazu angeheuerten einheimischen "Fachleute" keine Ahnung vom Natursteinmauern haben. Leider war die Terrasse oberhalb unserer Wohnterrasse nicht wie von Josep versprochen, entstrippt. So können wir nicht bis zu der Baustelle hinfahren und müssen das Baumaterial über eine eigens dafür gebaute Natursteintreppe nach oben schleppen.
Diese Treppe ist auf dem Bild links unten im Hintergrund zu sehen. Das Foto zeigt unsere alten Freunde Martina, Gebhard und Peter, die uns besuchen. Oberhalb von Martina sieht man den aktuellen Stand des Wasserhauses. Das Foto rechts zeigt einen Blick vom Aussichtsfels gen Westen über das Bauwerk. Das drittletzte Foto auf Seite Start zeigt dasselbe Motiv 8 Jahre später.
Pit baut sich im Handstreich ein Plantschbecken
das ich inzwischen mehrfach abgedichtet habe
Bei uns oben beginnen wir inzwischen mit dem Aushub für unsern "Naturpool".
Blick über den unteren Teil der Finca, das untere Wasserhaus, im Hintergrund Figueras.
Inzwischen ist es Ferienzeit und wir haben starke deutsche Helfer beim Aushub und beim
Betonieren und Auskleiden des Plantschbeckens mit Naturstein
Kaum läuft das erste Wasser ein,
wollen wir es auch gleich wissen
Unsere Burg im Sommer 1995
Das sieht schon wie ein Blumengärtle aus
Obwohl wir erst im Sommer mit dem Gemüsegarten
beginnen konnten, ernteten wir schöne Tomaten
Küche unter freiem Himmel
Unregelmäßige Verben lernen ist unvermeidlich
Ich fuhr mit Jonas nach Deutschland und wir kamen erst zu Weihnachten wieder, aber diesmal für immer
Als letztes Bild des Jahres 1995 der Aussichtsfels mal von hinten, dort geht die Finca ja noch weiter
Zum zweiten Jahr der Rückblende