Finca-Tagebuch 2009



L o v e,

you have asked for my Ten Commandments.
It is very difficult because i am against any sort of commandment.
Yet, just for the fun of it, i write as follows:
1. Obey no command unless it is a command from within.
2. There is no God other than live itself.
3. Truth is within. Seek not elsewhere.
4. Love is prayer.
5. Emptyness is the doorway to truth. Emptyness is the means, the destination, the attainment.
6. Live is - here and now.
7. Live - filly awake.
8. Do not swim - float.
9. Die each moment so that you can grow anew each moment.
10. Search not: that which is, is. Stop and see.

One of the early letters of OSHO to a friend. Reprinted in A Cup of Tea.


Ich glaub soviel Englisch könnt ihr. Für 2010 wünsche ich, daß wir uns alle gesund wiedersehen. VV

Liebe Freunde,

in meinem Posteingangsordner häufen sich liebe Weihnachtsgrüße, und bequem wie ich bin, verbinde ich die Antwort und den Dank mit einem Gruß an euch alle, die mir, uns und der Finca in diesem Jahr gute Worte, Gefühle, Impulse und Werke geschenkt haben.
Regina, Joe, schönes Foto! Thorsten, Stefan, ich hoffe, es war ok, euch als Weihnachtsmänner zu veröffentlichen. Konrad, bald bist du wieder hier. Wir freuen uns darauf. Nickie, es war schön mit Cantabile diesen Herbst. Felix, Sonja, Noah, Daphne, Jonas, Rosa, Fabian, Linda, Moira, ich würde mich enorm freuen, wenn das klappen würde, ihr wisst schon.
Alwin, Pit, kommt doch mal wieder! Bernadette und Marcus, was machen Hund, Katzen und Pferde? Jana, auch in Down Under bist du mitten unter uns. Last not least Jutta, Sinja und Zill Tiger, der mich einen Weihnachtsverweigerer nennt, womit er nicht mal unrecht hat, mit dem ich mich häufig rofle, wenn ich über irgendein Medium mit ihm kommuniziere.
Ich wünsche euch, und vor allem auch allen namentlich Unerwähnten, daß euch der Humor nie verläßt, und möglichst viele wache Momente.
VV

Die Weihnachtsmänner lassen grüßen.

      Sorry, Björn. Ruben und Lilli mögen sich.                                                          Frisch geduscht.                                    


S o n n e n w e n d e

ist heute am 21. Dezember 2009 um 18:47 MEZ. Jahrtausende war dies für unsere
Vorfahren das wichtigste Ereignis des Jahres. Mir geht's inzwischen auch wieder so.

Evy und Björn, ankommen und sich wohlfühlen. (Ruben pennt)

19. Dezember 2009, die Hunde genießen die frühmorgendliche Sonne.

15. Dezember 2009, Dinner for two: Lass es dir schmecken, Kumpel!

13. Dezember 2009, die Nispelblüten sind eine Abwechslung für die Hummeln.

10. Dezember 2009, Die Ligustersamen rutschen aus ihren weich gepolsterten Hülsen.

7. Dezember 2009, heute kommt die andere Hälfte.

4. Dezember 2009, für alle Rainbow Warriors, aufgenommen heute um 10 Uhr 29.

2. Dezember 2009, kein anderer Baum ist mir bekannt der gleichzeitig reife Früchte trägt und blüht.

30. November 2009, der Frosch der lachte.

26. November 2009, so einen Lurchi hab ich in 15 Jahren hier noch nicht gesehen.

23. November 2009, auch in seinem elften Lebensjahr gehört Ravi noch nicht zum alten Eisen.

20. November 2009, die letzten wilden Weintrauben werden geerntet.

18. November 2009, die Igluform wird erkennbar.

14. November 2009, Jochen ist mal wieder nicht zu bremsen.

10. November 2009, kaum ist feuchtes Klima, tauchen die Bachstelzen wie aus dem Nichts auf.

7. November 2009, eine Pfütze ist hierzulande ein seltenes Naturereignis.

4. November 2009. Heute zur Abwechslung mal was anderes. Ein externer Kraftplatz und ein Witz.

Treffen sich 2 Planeten. Sagt der eine: Du siehst aber schlecht aus! Bist du krank?
Sagt der andere: Ja, ich hab Homo Sapiens.
Sagt der eine: Ach du Scheiße! Aber tröste dich, das geht vorüber.

2. November, das letzte Brett sitzt.

29. Oktober, die Geräte sind einsatzbereit.

27. Oktober, ein Krötchen mit roten Punkten. © + Hand Regina

24. Oktober, seit Jahren hat Daphne unsere Tiere ins Herz geschlossen.

20. Oktober, etwas Nahrungsvorrat gibt auch Hunden ein gutes Schlafgefühl.

Paprika, Jasmin, Aechmea, Ficus Benjamini, Weihnachtsstern, Oleander, Aloe Vera, Rose, Stockrose, Brutblatt, Portulak...

12. Oktober 2009, alles im grünen Bereich oder alles Paprika oder was?

9. Oktober 2009, Thorsten hat mir 3 Top- shots geschickt, die kann ich euch nicht vorenthalten. Gracias!
Von Stefan war dieses Jahr bisher nur das Knie auf dieser Seite zu sehen, hier ist er komplett.

7. Oktober 2009, die Natur hat immer neue Ideen.

4. Oktober 2009, heute kurz vor Sonnenaufgang.

2. Oktober 2009, dieser dicke Brummer hat einen Saugrüssel wie ein Korkenzieher.

30. Sept. 2009, man muß schon sehr genau hinschauen um diese Gottesanbeterin im besten Teenyalter wahrzunehmen

Danke an Christine für diesen genialen Schuss von einem verliebten Grashüpferpaar!

24. September, Balu sieht aus als hätte er ordentlich einen geballert.

21. September, zu dieser Jahreszeit tragen die Winkelspinnen ihre Brut spazieren, hier mal auf, mal unter dem Mangold.

19. September, mal ehrlich, ich glaub kaum, daß einer von euch schon mal eine Drehleier gesehen hat.

17. September 2009, endlich bekomme ich mal Thorstens Drehleier zu Gesicht.

14. September 2009, da stoßen Kamera und Fotograf an ihre Grenzen.

10. September 2009, Spaßkatze, Petersilie, römischer Streitwagen in Ton.

7. September 2009, überall tritt man auf die Samen der Korkeichen.

Dies sind die drei schönsten Erinnerungen von Regina und Joe an ihren letzten Aufenthalt.

Im Hintergrund mit Tuch geschützt die Wanne der Wonne.

Nights in white satin....

Bunte Früchte auf dem Teller mit reichlich Olivenöl und etwas Balsamico.

Sonnengereifte bunte Früchte und wohltuende Kräuter.

Leseprobe aus "Muscheln in meiner Hand " von Anne Morrow Lindbergh:

....so wenig Möbel wie möglich. Ich werde nicht viele brauchen.
Ich werde nur solche Freunde in meine Muschel bitten, zu denen ich vollkommen offen sein kann.
Ich stelle fest, dass ich die Heuchelei in meinen menschlichen Beziehungen ablege.
Wie ausruhend das sein wird! Ich habe entdeckt, dass das Anstrengendste im Leben die Unaufrichtigkeit ist.
Ihretwegen strengt uns das gesellschaftliche Leben so an; man trägt eine Maske.
Ich lebe sehr glücklich ohne jene Dinge, die ich im Winter im Norden für notwendig erachte....

Danke, Anke!


25. August, unsere Hunde und Katzen haben gelernt: Kröten sind harmlos, solange man nicht versucht sie zu schlucken.

22. August, bei über 30 Grad im Schatten setzt Lisa noch einen drauf.

18. August, fertig ist das Mäuerchen.

14. August, eigenhändig fülle ich das Sommerloch mit Natursteinmauern.

10. August, ein Grünfink hatte mir bisher in meiner Fotosammlung noch gefehlt.

Ein Backblech voll Bienenstich fällt dem Verzehr zum Opfer.

4. August, Till zieht alle Katzen unwiderstehlich an.

Joe, Regina und Bernd verlegen ihre Wasserleitung.

31. Juli, die eingepackte Wespe läßt auf die Größe der Spinne schließen.


Aus "Mieses Karma" von David Safier:

In meinem hundertunddreizehnten Leben als Ameise begab ich mich mit einer Kompanie an die Erdoberfläche. Wir sollten im Auftrag der Königin das Terrain rund um unser Reich erkunden. Wir marschierten durch die sengende Hitze auf heißem, sonnenerwärmtem Gestein. Da verfinsterte sich binnen Sekunden die Sonne auf fast schon apokalyptische Art und Weise. Meine Augen spähten gen Himmel und ich erblickte die Sohle einer Frauensandale, die sich unaufhaltsam auf uns herabsenkte. Es war so, als fiele uns der Himmel auf den Kopf. Und ich dachte bei mir: Schon wieder muß ich sterben, weil ein Mensch nicht angemessen auf seine Schritte achtet.


27. Juli, die kleinen Meisen sind gut getarnt im Schatten der Mimosenschösslinge.

23. Juli, Fressquartett. Auch Hunde fressen gerne gemütlich und gemeinsam

21. Juli, Gweny und Hannes, die zwei Unzertrennlichen.

18. Juli, Bernd hat in seinem Luxuswohnmobil ein Mäusle gefangen und läßt es draußen frei.

16. Juli, Der Iberbanda- Techniker montiert die Richtantenne für den neuen WiMAX Breitbandzugang.

13. Juli, unser Hasenbaby hat sein Gewicht vervierfacht und trinkt mit seinen 2 Monaten kaum mehr aus der Flasche.


Ein paar Impressionen von unserer Sommerreise 2009

Über Salzstetten im Schwarzwald rückten wir in die alte Heimat vor und bezogen Quartier bei Gebhard und Martina.

Gebhard und Martina (oben) haben genau wie Peter und Andrea (unten) ordentlich Holz vor der Hütt.


Seit 3 Jahren renoviert Peter sein Haus in Lützenhardt.

Peters private riverbeach.

Heimspiel am Familienstammtisch. Bis kurz vor der Aufnahme saß ich dort, wo die kleine gelbe Dose auf dem Tisch liegt.

Zuletzt machten wir noch Rast bei Ole in Immenstaad und versuchten mal wieder vergeblich, seine Platten zu zählen.

Über den Bodensee traten wir nach kurzer Nacht die Heimreise an. Hier simmer nu wieder.
Die Fotos sind halt nur Minikamera Qualität. Da müsst ihr durch.

Ravi traut sich mal vor's Haus. ;-)

Peyote Konsole.

Wie sangen wir dereinst? Amsel, Drossel, Fink und...... nein, nicht Meise. Richtig! Dies ist ein Star.

18. Juni 2009, Fäschbor (Vesperpause).

16. Juni 2009, heute gibt's mal 2 Fotos, ich konnte mich einfach nicht entscheiden. © Björn

12.Juni 2009, der Fürstenberger Nachwuchs wird vom Opa im Traktorfahren unterwiesen.

Wie in einer Hollywoodschaukel fühlt sich der Frosch auf der Amaryllisblüte.

Der Kleine entwickelt sich bestens und knabbert unter Sarahs Aufsicht schon an Obst und Kartoffeln .

Zur Abwechslung Menschen: Anke, eine Freundin aus den Gründerjahren, und Klaus haben eine gute Zeit hier.

Der Gekko sieht aus wie ein Fossil und bewegt sich im Warmen schnell wie der Blitz.

Mit Engelsgeduld ermuntert Rebeca den Winzling über Stunden hinweg, ein Paar Tropfen zu schlucken.

Doro bemuttert unseren knapp 2 Wochen alten winzigen Findelhasen.

25. Mai 2009, an der Distelblüte kommt der Langrüssler zum Zuge.

22. Mai 2009, mit ihren zwei überdimensionierten Flügelpaaren ist die Libelle ihrer Beute flugtechnisch weit überlegen.

So nahe bin ich noch nie an einen Wiedehopf herangekommen.

Damenquartett unterm Ligusterbusch.

Das Bungalow bekommt einen eigenen Lokus.

11. Mai 2009, letzter Teil der Mohn- Trilogie.

9. Mai 2009, eine Reminiszenz an die längst vergessene Kunst der Sackflickerei.

Die Biene ist ganz trunken von der Süße der Schlafmohnpollen.

6. Mai 2009, dieses Jahr glüht der Binster spät.

Joe und Regina gönnen sich ein paar ruhige Tage.

30. April, eine von Millionen wilder Mohnblüten am Straßenrand.


Laßt euch verzaubern von Khalil Gibrans "Von Gott":

Als vor Zeiten der erste bebende Laut über meine Lippen drang, erklomm ich den heiligen Berg und sprach zu Gott. Und ich sagte: "Herr ich bin dein Diener. Dein geheimer Wille ist mein Gesetz, und ich folge dir immerdar.
Aber Gott antwortete nicht. Er entschwand einem mächtigen Sturme gleich.

Und nach tausend Jahren erklomm ich den heiligen Berg, und wieder sprach ich zu Gott. Und ich sagte: "Schöpfer, ich bin dein Geschöpf. Aus Ton hast du mich geformt, und was ich bin und habe, schulde ich dir."
Aber Gott antwortete nicht. Er entschwand tausend eiligen Flügeln gleich.

Und nach tausend Jahren erklomm ich den heiligen Berg, und wieder sprach ich zu Gott. Und ich sagte: "Vater, ich bin dein Sohn. Aus Liebe und Erbarmen hast du mich gezeugt, und in Liebe und Ehrerbietung will ich dein Königreich erben."
Aber Gott antwortete nicht. Er verschwand wie Dunst in der Ferne.

Und nach tausend Jahren erklomm ich den heiligen Berg, und wieder sprach ich zu Gott. Und ich sagte: "Mein Gott, mein Ziel und meine Erfüllung. Ich bin dein Gestern, und du bist mein Morgen. Ich bin deine Wurzel in der Erde, du bist meine Blüte am Firmament, und gemeinsam wachsen wir vor dem Antlitz der Sonne."
Da neigte sich Gott hernieder und flüsterte süße Worte in mein Ohr. Und wie der See das Bächlein umfängt, das in ihn mündet, so umfing er mich. Und als ich in die Weiten und Täler hinabstieg, war Gott auch dort.

Jonas und Rebeca häckseln im letzten Büchsenlicht Mulch für ihren Garten.

22. April 2009, pechschwarze Raben kommen auch auf Fotos pechschwarz raus.

Diese einsame Taube sitzt oft stundenlang auf dem Gästehausdach.

Jugendfreund und Harleyguru Ole findet immer wieder mal den Weg hierher.

Gleich nach dem Foto hab ich die Kröten wieder mit dem Stein bedeckt, unter dem sie die trockenen Tage zubringen.

Ostern 09, zum Glück haben wir gerade keine Gäste und müssen uns nicht für's Wetter schämen.

8. April, Frühlingsimpressionen.


Eine chinesische Geschichte von unbekanntem Autor:

Es war einmal eine alte Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, welche sie über ihren Schultern trug. Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der lange Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war. Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau: "Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft."

Die alte Frau lächelte. "Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?" "Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren."

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber es sind die Macken und Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen. Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr sehen.

Es ist mal wieder ein Wetter zum Köpfe zusammenstecken.

Dieses zarte Pflänzchen blüht und gedeiht auf felsigem Untergrund.

Tarnung vollendet: Nur noch 3 Fenster erinnern an den großen weißen Wohnwagen, der hier stand.




Die fünf Monate alte Schäferhündin Gala besucht uns mit ihrem Personal Valenti und Laila.

Ein Energieschub zum Frühstück.

Einen blühenden Affenbrotbaum sieht man nicht alle Tage.

Gesichter die ich nicht mehr vorstellen muß.

12. März 2009, aktueller Blick auf den Aussichtsfelsen. Zum Vergleich Fincageschichte 1995, Fotos 6 und 7.

Zählübung: Wieviel Vögel verköstigen sich auf diesem Stückchen Wiesengrund?   Auflösung: 15


Heute mute ich euch mal richtig viel Lesestoff zu, nochmal Tiziano Terzani.

.. auf meiner Reise durch die Welt, unterwegs zu Ärzten, Magiern und Meistern, war mir klar geworden, dass es keinen Sinn hatte, die Reise fortzusetzen. Denn eine Therapie aller Therapien gibt es nicht. Man kann nichts weiter tun, als so bewusst, so natürlich und so einfach wie möglich zu leben, sich von Wenigem, aber Gesundem zu ernähren, richtig zu atmen und die Bedürfnisse herunterzuschrauben, den Konsum soweit wie irgend möglich zu beschränken und seine Wünsche unter Kontrolle zu halten, um so neue Freiräume zu gewinnen ... Seite 628

... Wie die Tage vergingen, hatte ich immer mehr den Eindruck, der Stille außerhalb meiner Hütte entspreche zunehmend auch eine innere Stille, die mich, zusammen mit dem Alleinsein, zuweilen in eine wahre Hochstimmung versetzte. Ohne Ablenkungen, ohne äußere Reize, konnte sich mein Geist frei entfalten, seine Beschränkungen überwinden und schließlich zur Ruhe kommen. Ein ruhiger Geist ist nicht mit einem Geist ohne Gedanken gleichzusetzen. Es bedeutet nur, dass die Gedanken vor diesem ruhigen Hintergrund hervortreten und damit besser beobachtet, gedacht werden können ... Seite 672

... In ihrer ursprünglichen Reinheit befindet sich die Natur im Gleichgewicht, weist sie jene Ganzheit auf, nach der wir Menschen uns sehnen. Ich brauchte sie nur zu beobachten, um das Gefühl zu bekommen, eine Heimat wiederzufinden, einen Gleichklang zu spüren, den ich vergessen hatte. Es war wie ein Heilmittel, mein Leben wieder ihrem Rhythmus anzupassen ... Seite 673

Das Ich hat auch seine nützlichen Seiten. Besser man lässt es reifen, als es zu zerstören. Ein wenig Ich ist unentbehrlich, um sich zu schützen. Man muß nur darauf achten, sich nicht zu wichtig zu nehmen und zu wissen, dass es sich um eine Maske handelt.     Seite 700

Wenn es wie heuer im Winter ergiebig regnet, hält sich das Wasser in den Estanys (sprich: Estains) bis in den Sommer.

25. Februar 2009, der gefühlte mediterrane Frühling hat begonnen.

Keine Türen, keine Fenster, keine Sitze, kein Inventar, das Bussle läuft und läuft....

17. Februar 2009, Nelli ist jetzt schon ein Jahr alt und wiegt 32 kg. Hier liegt sie an einem ihrer Lieblingsplätze.


Entspannungsübung aus: Noch eine Runde auf dem Karussel von Tiziano Terzani.

Strecke dich aus, leere deinen Geist von allem, was ihn beschäftigt, entspanne deine Muskeln, löse alle Knoten. Atme tief ein. Spüre deinen Atem, folge ihm in die Arme, die Hände, die Beine; spüre, wie er reinigt, Schädliches beseitigt, heilt. Stelle dir vor, wie dein Atem alles Unreine hinwegfegt. Lass zu, dass alle deine Körperteile im Boden versinken, lass alle Organe los, stell dir vor, wie sich deine Nieren auf den Boden betten, lass es zu, dass sich die Haut an deinen Lenden von den Knochen löst und in deinen Augenwinkeln eine tiefe Freude aufkommt. Lass dich gehen. Du ruhst in den Armen von Mutter Erde. Bleib so, in der Weite des Universums, ohne etwas zu tun, ohne etwas zu denken. Löse diesen Kloß, den du im Hals spürst, weil dich vielleicht Versäumtes sorgt. Komm, löse ihn auf, lass ihn weich werden. Du bist glücklich, auch wenn dich niemand versteht. Du bist es, der mit all seiner Kraft alles abstößt, was nicht zu deinem Körper gehört. Weg damit...


Die Hüter der Auffahrt.

Ich weiß, die Heimwerker unter euch wollen die neue Kaminkonstrution im Gästehaus sehen.

4. Februar 2009, selten liegt so viel Schnee auf unserem Hausberg, dem Puig Neulos (1256 m).

Doro und Lucy haben einen glatten, weichen und vorgewärmten Platz in der Sonne gefunden.


Zitat aus: Noch eine Runde auf dem Karussel von Tiziano Terzani.

Eknath Easwaran, ein indischer, 1999 verstorbener Mystiker, der vierzig Jahre zunächst englische Literatur und dann Meditation in Berkeley lehrte, erzählt, wie ihm seine Großmutter, eine Art spirituelle Leitfigur für ihn, einmal eine einfache, aber bedeutende Lektion fürs Leben erteilte. Als er, ein Junge noch, mit dem Tod eines Verwandten nicht zurechtkam, forderte sie ihn auf, sich auf einen breiten Lehnstuhl zu setzen und sich mit aller Kraft dort festzuhalten. So klammerte er sich an die Armlehnen, während sie versuchte, ihn wegzureißen, was ihr auch gelang. Und der Widerstand hatte ihm auch noch wehgetan. Nun bat ihn die Großmutter, sich noch einmal zu setzen, nun aber keinen Widerstand zu leisten. Sie hob ihn sanft vom Stuhl und nahm ihn in die Arme. "So ist es auch mit dem Tod. Du kannst wählen, wie du aus dem Leben scheiden willst. Denk immer daran."


24. Januar, das Gästehaus bekommt einen Holzofen.

Bei Kaiserwetter verbessern wir mal wieder die Infrastruktur.( Foto oben + Foto unten)

Im feuchten Januar wachsen auf den Olivenhainen saftige wilde Wiesen, die später untergepflügt und geglättet werden,
um den Morgentau, den Hauptniederschlag im Sommer, den Olivenwurzeln zuzuführen. - Einige der Pinien im Hintergrund
sind kahl und tot. Ursache sind Passionsraupen. Monokulturen sind halt empfindlich.

13. Januar 2009, hier wird ein schlafender Verkehrsteilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes "über"holt.



Dschalal ad-Din ar-Rumi:



Ich starb schon als Mineral und wurde zur Pflanze,
ich starb als Pflanze und erhob mich zum Tier,
ich starb als Tier, und hier bin ich als Mensch.

Wieso die Furcht?
Wann bin ich schon geringer geworden,
wenn ich starb?



Rosmarin blüht mitten im Winter.

2. Januar 2009, Lisa, Lilli und Bianca führen ein Schlafrad vor.

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